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IK-Konjunkturumfrage: Bessere Geschäftserwartungen, Kostendruck bleibt

By 29. September 2026No Comments
Fotolia 63680611 M Wirtschaft Kraene Hafen

Die Erwartungen der Hersteller von Kunststoffverpackungen und -folien verbessern sich, von einer Trendwende kann jedoch noch keine Rede sein. Für das vierte Quartal rechnen mehr Unternehmen mit steigenden Absatzmengen, während weniger sinkende Erträge erwarten. Der anhaltend hohe Preis- und Kostendruck belastet die Profitabilität weiterhin. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. unter 112 Mitgliedsunternehmen.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Lageeinschätzung verbessert sich, bleibt aber verhalten: 55 Prozent bewerten die Wirtschaftslage in Deutschland als befriedigend, 42 Prozent als schlecht und drei Prozent als gut. Im Vorquartal hatten noch 59 Prozent die Lage als schlecht eingeschätzt. Die Ergebnisse deuten auf eine leichte Stabilisierung hin.
  • Absatzerwartungen verbessern sich: Rund 20 Prozent rechnen mit steigenden Absatzmengen, im Vorquartal waren es zwölf Prozent. Gleichzeitig sinkt der Anteil der Unternehmen mit rückläufigen Erwartungen von 32 auf 25 Prozent. Der Saldo verbessert sich von -19,6 auf -5,4 Punkte.
  • Ertragsdruck nimmt ab, bleibt aber hoch: Noch rund 40 Prozent der Unternehmen erwarten sinkende Erträge, im Vorquartal waren es noch 48 Prozent. Knapp zwölf Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Der Ertragssaldo steigt von -39 auf -29 Punkte, bleibt aber deutlich negativ. Die Erwartungen verbessern sich, die Ertragslage bleibt angespannt.
  • Rohstoffversorgung stabil, Kostendruck bleibt: 69 Prozent erwarten eine stabile Rohstoffverfügbarkeit. Belastend für die Ertragslage sind vor allem die weiterhin hohen Preise und Kosten.
  • Beschäftigung weitgehend stabil: 70 Prozent planen keine Veränderung ihrer Mitarbeiterzahl, neun Prozent einen Personalaufbau und 21 Prozent einen Beschäftigungsabbau. Damit hält die Branche in weiten Teilen an ihren qualifizierten Beschäftigten fest.
Laura Müller IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen

© Laura Müller, IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen

„Die Krise rund um die Straße von Hormus hat die Kunststoffverpackungsbranche in diesem Jahr vor eine außergewöhnliche Belastungsprobe gestellt. Rohstoffmärkte, Lieferketten und Kosten gerieten kurzfristig unter erheblichen Druck. Dass die Branche diese Phase parallel zu den hohen Umsetzungsanforderungen durch die seit August geltende EU-Verpackungsverordnung PPWR bewältigt hat, zeigt die starke Wirtschaftskraft der Branche“, erklärt Dr. Laura Müller, Referentin Wirtschaft bei der IK, ordnet ein. „Unsere Unternehmen bleiben auch in einem schwierigen Umfeld handlungsfähig. Das unterstreicht die Bedeutung der Kunststoffverpackungs- und Folienindustrie für Versorgungssicherheit, industrielle Wertschöpfung und den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

Wenn Sie Rückfragen haben oder weitere Informationen benötigen, wenden Sie sich gerne an uns.

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