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Verbands­umfrage bestätigt zurück­haltende Konjunktur­aussichten für 2026

Konjunktur Kunststoffverpackung

Konjunkturumfrage Kunststoffverpackungen und Kunststofffolien:

Bad Homburg, 07. Januar 2026 – Die deutsche Konjunktur kommt zum Jahresauftakt 2026 nur langsam aus der Schwächephase, erste Lichtblicke etwa aufgrund der Anschubwirkung des Fiskalpakets sind erst in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten. Dass die Unternehmen dem ersten Halbjahr skeptisch entgegenblicken, bestätigt der ifo-Geschäftsklimaindex, der auf niedrigem Niveau verharrt. Parallel zeigt die aktuelle Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft, dass zwar ein leichter Aufwärtstrend erwartet wird, viele Branchen aber weiter mit Zurückhaltung bei Investitionen und Beschäftigung planen. Dieser Trend zeigt sich auch in der IK-Konjunkturumfrage, bei der sich 109 Unternehmen beteiligt haben.

 

Wirtschaftslage eingetrübt – Hersteller erwarten Seitwärtsbewegung

Knapp 70 % der befragten Unternehmen bewerten die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland als schlecht, während nur rund 28 % von einer befriedigenden und weniger als 2 % von einer guten Lage sprechen. Damit bestätigt die Branche den gesamtwirtschaftlichen Befund eines anhaltend schwachen, von Unsicherheit geprägten Umfelds.

Immerhin rechnen viele Hersteller mit einer Seitwärtsbewegung ihrer eigenen Geschäfte: Zwei Drittel der Unternehmen erwarten im 1. Quartal 2026 stabile Absatzmengen, rund 18 % gehen von einem weiteren Rückgang aus, während 16 % eine Verbesserung erwarten.

Auch bei Exporten dominiert die Erwartung gleichbleibender Bedingungen –rund zwei Drittel der Betriebe stellen sich auf unveränderte Verhältnisse ein. Gleichzeitig bleibt der Druck auf die Profitabilität hoch: Während die Hälfte der Unternehmen keine Veränderung der Ertragslage erwartet, rechnen 41 % der Betriebe mit einer Verschlechterung und 9 % mit einer Verbesserung.

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Positiver wird die Entwicklung der Rohstoffverfügbarkeit eingeschätzt: Rund drei Viertel der Unternehmen erwarten stabile Bedingungen, knapp 19 % sehen eine Verbesserung, 6 % befürchten eine Verschlechterung.

Beim Blick auf die Beschäftigung zeigt sich die vorsichtige Grundhaltung der Industrie besonders deutlich. Zwar planen 63 % der Unternehmen, ihre Belegschaft stabil zu halten, doch rund 30 % rechnen mit einem Personalabbau, während lediglich gut 6 % einen Aufbau von Stellen erwarten. Im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q1 2025: Saldoindex Beschäftigung -17 Punkte) verstärkt sich der Trend zu einer defensiven Personalpolitik, ohne flächendeckenden Stellenabbau.

„Die Kunststoffverpackungsindustrie startet nach drei Krisenjahren in ein weiteres Übergangsjahr: Die Unternehmen hoffen auf konjunkturelle Bodenbildung, sehen aber vorerst keinen Spielraum für Wachstumssprünge. Deshalb fordern wir verlässliche Rahmenbedingungen und Standortentlastungen, um Investitionen und Beschäftigung in der Branche zu sichern,“ kommentiert Dr. Laura Müller, Referentin für Wirtschaft bei der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. „Jetzt ist der Moment, zentrale Reformen mutig anzupacken. Eine starke, widerstandsfähige Kunststoff-Wertschöpfungskette ist für Deutschland unverzichtbar.“